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Empfehlungen

Web-Seiten

Meditation - denkende Ruhe in lebender Weile
Naturfotografien - mitten in den Web-Seiten eines Sachverständigenbüros für Holzschutz.
Worte verhallen, Schriften vergehen, Farben verblassen und Gedanken verwehen,
was bleibt ?
 www.holzfragen.de/seiten/meditation 


Sprachen Online Lernen
Sprachkurse in Englisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch und Spanisch
Webseite mit kostenlosen Sprachenkursen, Übungen, Examen, Lernspielen, Forum und Arbeitsblättern.  www.babelland.de 


Browser-Empfehlungen


Es ist lange her, daß das Internet eine Sammlung mehr oder weniger unformatierter Textdokumente war. Moderne Web-Seiten beherbergen Bilder, Musik, Videos, Spiele und können rechnen, Formulare überprüfen und Nachrichten versenden. Auch wenn der Name noch an Buchseiten erinnert, haben sie mit ihren Vorgängern im Wesentlichen nur eines gemein: Es handelt sich um Dokumente, also Datenansammlungen, die von einem Hilfsprogramm ('Browser') interpretiert werden müssen. Eine internationale, von wirtschaftlichen Interessen unabhängige Kommission legt in strengen Richtlinien fest, wie diese Interpretation auszusehen hat, dennoch deuten verschiedene Browser einzelne Web-Seiten teils sehr unterschiedlich. Für Anwender bedeutet das, daß für verschiedene Anwendungszwecke verschiedene Browser zu bevorzugen sind. Alle hier vorgestellten Programme sind in jeweils einem bestimmten Bereich hervorragend und in anderen Bereichen zumindestens zufriedenstellend - mit einer traurigen Ausnahme:
Der Internet Explorer von Microsoft, der auf vielen Windows-PCs sozusagen als Geschenk bereits beim Kauf installiert ist, ist zur Darstellung dynamischer Seiten nur bedingt geeignet (als 'dynamisch' werden solche Seiten bezeichnet, bei denen der Anwender Einfluß auf Gestaltung oder Funktion nehmen kann). Ein Grund dafür besteht darin, daß der IE die oben erwähnten Richtlinien zu einem großen Teil ignoriert und durch ein Konzept ersetzt, bei dem Web-Seiten die volle Funktionalität des Computers des Anwenders nutzen dürfen. Diese - eigentlich großartige - Idee birgt die Gefahr, daß jede Web-Seite von außen auf das Betriebssystem zugreifen (und es verändern) darf. Diese Sicherheitslücke wird durch aufwendige Kontrollmechanismen wieder gestopft, wobei üblicherweise ein Teil der Programmierung in den Verdacht gerät, potenziell schädlich zu sein und sicherheitshalber ignoriert wird. (Andere Browser kennen diese Problematik nicht, da dort die Web-Seite im Browser selbst verarbeitet wird: Schließt der Anwender das Fenster, hat der Computer jegliche Erinnerung an den Programmcode dieser Seite verloren.) Einige der literaturtoene-Seiten konnten für den IE zu einer Alternativ-Version umgeschrieben werden, so daß sie auch dort annähernd gleiche Funktionalität und ein ähnliches Erscheinungsbild haben (siehe Datenschutz).

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An dieser Stelle werden neben Hinweisen auf empfehlenswerte Webseiten in loser Folge Empfehlungen, die auf Erfahrungen mit verschiedenen Browsern beruhen, veröffentlicht werden; berücksichtigt werden dabei Programme sowohl für Windows- als auch für Macintosh-Betriebssysteme. Anregungen (beispielsweise Berichte über Internet-Erfahrungen unter Linux) oder Kommentare werden dankbar entgegengenommen und können entweder per email an webmaster@literaturtoene.de oder zur öffentlichen Einsicht an die Debattierstube gesandt werden.

Safari (Windows-PC und Macintosh; kostenlos)
Apple-Nutzern muß man Safari nicht erläutern (es wird zusammen mit dem Betriebssystem geliefert), aber seit einigen Monaten gibt es auch eine Windows-Version. Diese versucht, wo das möglich ist, Aussehen und Bedienung nicht an die Windows-Gepflogenheiten anzupassen, sondern einen Hauch von Apple-Flair auf dem PC zu verbreiten; das gelingt ganz gut, aber nicht perfekt. Safari und das weiter unten besprochene Chrome haben eine ähnliche innere Architektur und reagieren auf die selben Webseiten und Multimedia-Inhalte ähnlich (was in der Praxis heißt: sie stellen so ziemlich alles dar) - Chrome ein bißchen schneller, Safari ein bißchen komfortabler. Safari in der PC-Version kann allen Computer-Nutzern, die verpflichtungsfrei probieren möchten, was es mit den Besonderheiten Apples auf sich hat, empfohlen werden; einzig störend sind die geradezu penetranten Versuche Apples, über Safari-Updates auch andere Apple-Produkte (aus dem Musik- und Telefonbereich) zu verschenken.

Opera (Windows-PC, Linux und Macintosh; kostenlos)
Die größte Stärke des bei Kritikern sehr beliebten norwegischen Programms liegt in der ursprünglichen Aufgabe eines Browsers: der Navigation durchs Internet. Ist man bereit, sich an eine Bedienung zu gewöhnen, die sich von der aller anderen Programme unterscheidet, wird man mit vielen praktischen Funktionen und ansprechender Ästhetik belohnt. In der Darstellung aufwendiger Inhalte ist Opera - sowohl die Geschwindigkeit als auch die Kenntnis von Programmier-Befehlen betreffend - nur mittelmäßig; insbesonders Schriftformatierungs-Angaben (Schriftlaufweite, Schriftstärke, Zeilenabstand usw.) werden nicht oder nur teilweise umgesetzt.

OmniWeb (Macintosh; seit dem 1. April 2009 kostenlos)
Die Programmierer der Omni Group schreiben aus Überzeugung nur für Apple-Computer; der Vorteil einer solchen Nischen-Lösung besteht darin, ein Programm besonders gut auf das Betriebssystem abstimmen zu können. Design und Funktionalität folgen der üblichen grafikorientierten, bunten Apple-Ästhetik und wecken die Assoziation, es handle sich um ein 'echtes' Apple-Produkt. Im Betrieb ist OmniWeb so unauffällig, daß man schnell vergißt, daß zwischen Benutzer und Internet ein Programm steht - und das möge als eines der größten Komplimente, das man einem Browser machen kann, verstanden werden.

Google Chrome (momentan nur Windows-PC; kostenlos)
Chrome beherrscht das Vokabular definierter Programmier-Befehle (s.o.) sehr gut, ist besonders bei rechenintensiven Anwendungen verblüffend schnell und gilt (sofern man bei einem derart jungen Programm Aussagen darüber machen kann) als ausgesprochen zuverlässig. Letzteres wird dadurch erreicht, daß beim Surfen in Tabs (gleichzeitig aufgerufene Web-Seiten) unabhängige Rechenprozesse gestartet werden - enthält eine der Seiten widersprüchliche Befehle, werden nicht alle anderen Seiten oder gar das ganze Betriebssystem in die Tiefe mitgerissen. Die Bedienung läßt sich am treffendsten mit 'schnörkellos' umschreiben: Nach Ansicht der Programmierer selten benötigte Funktionen sind nur versteckt erreichbar (oder gar nicht vorhanden). Das von anderen Browsern gewohnte Lesezeichenmenü ist durch ein selbstlernendes Konzept ersetzt - genau das macht Chromes eigentliche Stärke aus, ist aber auch der Ansatzpunkt für Kritik: Chrome erwartet, daß der Benutzer in die Menüleiste ein Stichwort (oder einen Teil eines Stichwortes) eingibt und ergänzt dieses Stichwort dann zu einer Web-Adresse; zum Erstellen dieser Vorschläge nutzt Chrome sowohl die allseits bekannte Google-Suchmaschine als auch Erfahrungswerte, die sich durch die Benutzung des Programms auf dem jeweiligen Computer ergeben (natürlich können auch ganze Web-Adressen konventionell eingetippt werden). Bei häufiger Benutzung entwickelt Chrome telepathisch anmutende Fähigkeiten, ein dem jeweiligen Benutzer angenehmes Verweisziel zu erraten. Der Preis für diese einfache und zuvorkommende (im wahrsten Sinne des Wortes!) Bedienung ist ein Verlust eines Teils der Privatsphäre, denn um Google-Suchergebnisse und Benutzer-Vorlieben miteinander abzugleichen, ist es notwendig, daß Chrome einen Teil der eingetippten Stichwörter - selbst dann, wenn gar keine Seite aufgerufen wird - an Google übermittelt. Diese Funktion läßt sich auch vorübergehend oder generell abschalten; was dann übrigbleibt, ist ein für heutige Verhältnisse primitiver, aber sehr schneller Browser.
Das gerade erschienene Update auf Version 2.0 birgt keine wirklichen Überraschungen - sinnvolle Funktionen sind nicht hinzugekommen, dafür ist Chrome noch ein bißchen schneller geworden und läßt die Produkte aller Mitbewerber in diesem Punkt weit hinter sich.