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rezitiert von Karin Maria Pagel ⋅ Die Rezitatorin ⋅ Download (PDF) Gedicht vom Vortage |
Simon Dach (1605 - 1659)Mey-LiedchenKomm / Dorinde / lass uns eilen / Nimm der Zeiten Güt in acht! Angesehen / das verweilen Selten grossen Nutz gebracht / Aber weißlich fortgesetzt / Hat so manches Paar ergetzt. Wir sind in des Frülings Jahren / Lass uns die Gelegenheit Forn ergreiffen bey den Haaren / Sehn auff diese Meyen-Zeit / Da sich Himmel / See und Land Knüpffen in ein Heyrath-Band. Wenn sich die Natur verjünget / Liegt in Liebe kranck und wund / Alles sich zu nehmen zwinget / Thut sie frey dem Menschen kundt: Daß sich Er / die kleine Welt Billich nach der grossen Helt. Still zu seyn von Feld und Püschen Von dem leichten Heer der Lufft / Da sich jedes will vermischen / Jedes seines Gleichen rufft / Hört man in den Wäldern nicht Wie sich Baum und Baum bespricht? An den Bircken / an den Linden / Und den Eichen nimbt man wahr Wie sich Aest' in Aeste binden / Alles machet offenbahr Durch das Rauschen / so es übt / Daß es sey / wie wir / verliebt. Lust betrübt / die man verscheübet. Dieser Eyfer / dieser Brand / Diese Jugend / so uns treibet / Hat nicht ewig den Bestand / Zeigt sich Wind- und Vogel-leicht / Ist geflügelt / kömpt und weicht. www.literaturtoene.de |
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